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Eine kleine Sternen-Geschichte

Der grösste Würenlinger Hof – der Widumhof – war seit 1302 klösterlicher Besitz des Verena-Stiftes in Zurzach. Dieser lag mit seinem grossen Landbesitz mitten im Dorf und war so bedeutend, dass die ansonsten gerade Dorfstrasse auf Befehl des Klosters in einem Bogen um den Hof herumgeführt werden musste. Die Familien Meier waren lange Zeit Lehnsleute des Stiftes Zurzach, bis sie 1730 den Hof erwerben konnten.

Rund 100 Jahre später (1828) eröffnete Lorenz Meier im Hinterteil des Hofes eine Schankwirtschaft. Diese Pinte florierte und wurde schon bald in ein stattliches Gasthaus vergrössert. 1916 wurde dieses von Albert Meier, dem vierten Sternen-Wirt, in «Restaurant zum Sternen» umgetauft.

Nach der Jahrhundertwende bekam der Weinbau im Sternen eine besondere Bedeutung. In Würenlingen wurde dank der klimatischen Lage schon seit der Römerzeit Wein angebaut. Zum Widumhof gehören seit vielen Jahrhunderten einige Rebberge. Aus dieser Konstellation heraus wurde es zur Tradition, nur Weine aus eigenem Anbau auszuschenken. So entstanden neben dem Restaurant zum Sternen auch das Weingut zum Sternen und die Rebschule Meier. 1945 ersetzte Albert Meier das alte Gasthaus durch einen Neubau, der ideal an die Bedürfnisse eines immer grösseren Gasthofes angepasst war.

1995 übernahm Adrian Meier (die 17. Generation!) den Betrieb von seinen Eltern Hildegard und Anton Meier. Diese hatten den Namen «Sternen» durch ihre Weine, welche regelmässig höchste Auszeichnungen erhalten, und die Rebschule weit über Würenlingen hinaus bekannt gemacht.

Durch den Einbezug und Umbau des angrenzenden alten Widumhofes wurde im Jahre 2000 aus dem vorherigen Gastronomiebetrieb auch ein Hotel mit sechs komfortablen Hotelzimmern. Dazu kamen grosszügige Räume für Familienfeste, Bankette und eine ruhige, lauschige Gartenterrasse im Innenhof. Ebenso zum Betrieb gehört seit einigen Jahren die «Villa Lang» hinter dem Restaurant. Die ehemalige Schreinerei eignet sich mit ihrem einzigartigen Charakter ausgezeichnet für Apéros und Seminare und ebensofür kleinere Konzerte und Ausstellungen.